»Simple Action« im Mousonturm: Einfach loslassen mit Yasmeen Godder

Interaktiv, das Reizwort schlechthin eines jeden Theaterbesuches, sticht in der Ankündigung der Performance »Simple Action« von Yasmeen Godder im Mousonturm sofort ins Auge. Ein wenig Bangen ist also für jeden dabei, der sich darauf einlässt, auch wenn, wie es aus Berichten über Gastspiele zu entnehmen ist, kein Mitmachzwang besteht. Da es bei dieser Arbeit »eine(r) der wichtigsten israelischen Choreografinnen« aber um das Fallenlassen und das Auffangen, um das »Nehmen, Geben, Halten, Lassen« gehen soll, lässt sich ahnen, auf was »Simple Action« hinausläuft. Die Besucher sitzen im Kreis und haben die Chance, sich jemandem körperlich anzuvertrauen, die eigene Schwere gänzlich abzugeben, loszulassen. Im Verlauf dieser mit sechs Tänzern und Tänzerinnen mehrfach wiederholten Begegnungen geht es dann aber auch umgekehrt und die gegensätzlichen Rollen von Besucher und Performer heben sich auf.
Nicht ganz so simpel ist der sinnbildliche Kontext der zugleich individuellen und kollektiven Erfahrung, die Yasmeen Godders partizipative Performance zu vermitteln versucht, wird dabei doch die ikonische Pieta-Formation der über ihrem gekreuzigten Sohn harrenden Mutter Maria nacherlebt. Akustisch eingebettet wird das Ganze in ein sphärisch-meditatives »Stabat Mater«, das der Musiker Tomer Damsky mit dem indischen Dauertoninstrument Shruti und tibetischen Oberton-Gesang begleitend einbringt.

gt (Foto: © Tamar Lamm)
Termine: 12. Juli, 19 Uhr und 21 Uhr
www.mousonturm.de

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