Litprom: Literaturtage am 24. und 25. April

Die Arbeit von Litprom stelle ich mir eigentlich sehr schön vor: sie blicken professionell über den Tellerrand. Das Programm und Ziel der »Gesellschaft zur Förderung der Literaturen aus Afrika, Asien und Lateinamerika« mit einem eigenen Förderprogramm für Übersetzungen ist es, die geneigte Leserschaft mit Lyrik, Prosatexten, Romanen, Graphic Novels und Erzählungen aus außereuropäischen Kulturkreisen bekannt zu machen, immer eingedenk der Überzeugung, dass Literatur Grenzen überschreitet, das Fenster zu anderen soziokulturellen Landschaften öffnet und den eigenen Blick weitet.

Zu den Höhepunkten im literarischen Jahreskreislauf gehören seit Jahren die zweitägigen themen- oder regionenbezogenen Literaturtage, die im Literaturhaus Frankfurt von Litprom präsentiert werden – mit prominenter und nicht ganz so prominenter Besetzung, aber immer waren sie ein einziger Fundus zum Entdecken- und Überraschtwerden. Die Literaturtage können in diesem Jahr nur digital stattfinden, machen aber genau daraus ihr Thema: Die Teilnehmer*innen reflektieren zu »Vernetzung und Einsamkeit«. Dabei wird es auch um die Belastbarkeit von Netzwerken in Pandemie-Zeiten gehen, um Rück- und Fortschritte im gesellschaftlichen Kontext, um gegenseitige Anteilnahme an produktiven Prozessen, um die »sich verändernden Rolle der Frauen, dem Kampf um das wirtschaftliche Überleben, Rassismus und moderner Sklaverei, Vernetzung und Unterwegssein«.

Dazu gibt es Lesungen, Seminare und »Shared Reading« mit begrenzter Teilnahmerzahl, alle Programme werden gedolmetscht.

Die Besetzung ist wie immer international und spannend. Die Argentinierin Samantha Schweblin dürfte vielleicht das bekannteste Gesicht sein, dazu geladen sind Yvonne Adhiambo aus Kenia, Helon Habila aus Nigeria, Mieko Kawakami aus Japan, Intan Paramaditha aus Indonesien, Pilar Quintana aus Kolumbien und Zukiswa Wanner aus Südafrika. Als Übersetzer*innen, Moderato*rinnen und Dolmetscher*innen kommen in diesem Jahr Larissa Bender, Katharina Borchardt,  Katja Cassing, Claudia Kaiser, Claudia Kramatschek, Carolina Lopez, Ulrich Noller und Barbara Weidle.

Das Literaturhaus verkauft Streaming Pässe für 12 Euro für beide Tage und 5 Euro für Einzelveranstaltungen. Das Programm ist über www.litprom.de einzusehen.

as

 

 

 

 

 

 

 

 

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