Ausblick Gallus Theater 1: Die Offenbacher Vlasowa und Pawlica tanzen »Liebe« in Frankfurt

Schmetterlinge im Bauch

Die Liebe ist ein seltsames Spiel und gerade deswegen eine unerschöpfliche künstlerische Quelle. Internet-Plattformen und digitale What‘s-App-Kommunikation haben daran nichts geändert. Das in Offenbach neu beheimatete Tanztheaterduo Vlasowa/Pawlicza hat das Phänomen zum Thema seiner zweiten abendfüllenden Arbeit gemacht. Auf einer gemeinsamen »Reise durch die bewegenden Gefühlswelten« erforschen seine Choreografien die Liebe tänzerisch in ihren verschiedensten Erscheinungsformen und Facetten: von den Schmetterlingen im Bauch bis zur rasenden Eifersucht, von ausufernder Zärtlichkeit bis zur blinden Aggression.
Dabei greifen die in der Ukraine und Polen geborenen Künstler, die sich nach der Ausbildung in Köln (Katerina Vlasova) und Mannheim/London (Amadeus Pawlica) am Theater Lüneburg in jedem Sinne gefunden haben, für ihre Mischung aus Tanz und Sprache auf literarische Texte von Thomas Brasch, Richard David Precht und anderen Autoren zurück. »Basierend auf einer soliden klassischen Technik nutzen sie das Vokabular des zeitgenössischen Tanzes. Inspiriert werden ihre Choreografien häufig durch Elemente aus Volkstänzen oder etwas in Vergessenheit geratenen Tanzstilen der Vergangenheit, wie z.B. dem »Danse Apache«, verrät das Programm des Gallus Theaters.
»Liebe« wurde im Oktober erfolgreich im Theateratelier Offenbach uraufgeführt. »Die anspruchsvolle und schöne Choreografie überzeugte durch ausdrucksstarken Tanz, gelungene Musikauswahl und facettenreiche Auseinandersetzung mit dem Thema«, urteilte das Offenbacher Stadtmagazin »Mut & Liebe«. Nicht nur Musik von Vivaldi und Chopin, sondern auch von Mia oder Robby Williams haben die beiden in eine Arbeit eingebaut, die für sie ein modernes Romeo & Julia geworden sei, in dem sich jeder finden könne. Auch für Frankfurter Tanz-Fans sind Vlasowa/Pawlica keine Unbekannten mehr. Im vergangenen September haben sie im Gallus Theater bereits ihre erste Tanzproduktion »NA ZD(O)ROWJE« vorgestellt, ein amüsantes und bewegendes Sittengemälde mit starkem osteuropäischen Touch.

Gisbert Gotthardt (Foto: © Sarah Mistura)
Termine: 11., 12. Januar, 20 Uhr
www.gallustheater.de

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