Theater Noir im Ostend

theater_vorschau_lichter_Money-Talks-Presse1Vorschau Arty Chock:

»Money Talks: Im Schatten der Türme«

Um Geld dreht sich das Lichter Filmfestival 2015 (16. bis 23. März), und vom Geld handelt auch das dazu eingeladene und entwickelte Theater-Angebot des Frankfurter Performance- und Theaterkollektivs Arty Chock »Money Talks – im Schatten der Türme« (17. bis 22. März). Die 2009 gegründete Gruppe sucht die »szenische Auseinandersetzung mit konkreten, impliziten und politischen Strukturen von Räumen«, wie ihre Homepage verrät. Nix da also mit klugem Rumsitzen und stummem Zuschauen im Bretterverschlag. Es geht rund, und zwar rund im Ostend. Und das ziemlich exklusiv: Lediglich 15 Teilnehmer kommen pro Abend in den Genuss der Schau.  
Arty Chock hat sich einen veritablen Theater Noir für Frankfurt ausgedacht und schickt seine Besucher jeweils einzeln in der Rolle des total verkaterten Detektivs Spencer Lux mit MP3-Player und Head-Phone auf die kriminelle Fährte. Sie führt Pi-Ei Spencer durch den Stadtteil und in die Tiefen seines nur mühsam in Gang kommenden Gedächtnisses. Obskure Orte im Ostend tauchen auf, und seltsame Gestalten kreuzen seinen Weg bis zu der ernüchternden Erkenntnis, dass es im Schatten der Frankfurter Bankentürme nicht um kleine Gangster mit große Klappe geht, sondern um veritable Kapital-Verbrechen. Der Mann mit dem Filmriss auf dem Filmfestival entdeckt, dass die Basis unserer gesamten Wirklichkeit in Frage steht: das Geld. Und rätselt dabei, ob er vielleicht im falschen Film gelandet ist.
Den Showdown der knapp zwei Stunden dauernden Solotour in einem Kinosaal behalten wir hier für uns. Der speziell für Frankfurt entwickelte Plot basiert auf einem Projekt, dass Arty Chock schon vor zwei Jahren in Marburg erfolgreich aufgeführt hat, im Vorjahr in Zürich fortgesetzt und zuletzt während der Studio-Naxos-Tage des Willy-Praml-Theaters feingetunt wurde. Da die Abläufe einiges an Präzision erfordern, kann nur alle 15 Minuten jemand auf die dramatische Reise gehen. Zeit und Ort der Tour erfährt man nach der Anmeldung per E-Mail.

gt (Foto: Arty Chock)
Termine: 17. bis 22. März ab jeweils 18 Uhr
alle 15 Minuten bis 20.30 Uhr
www.lichter-filmfest.de

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