Radiohead: A Moon Sharped Pool

Klanggemälde

Fast 20 Jahre ist es jetzt her, dass »OK Computer« erschien, ein Album für die Ewigkeit. Rockmusik, egal ob man sie jetzt Indie oder Progressive nannte, war danach eine andere. Radiohead hätten sich darauf für die nächsten drei Jahrzehnte ausruhen können, die größten Stadien wären ihnen sicher gewesen. Aber mit der Lust eines kreativen Zerstörers ließ Thom Yorke seine Band nicht zur Ruhe kommen, verschob immer wieder die Koordinaten, experimentierte, verschreckte, verstörte.
Nun ist ein neues Radiohead-Album erschienen, »A Moon Sharped Pool«. Mit Rockmusik hat es nichts mehr zu tun, auch wenn es noch ihre Größe besitzt. Doch kein Schlagzeug treibt hier offensiv, keine Gitarre tritt hier breitbeinig auf. Radiohead malen lieber ausladende, üppige, cineastische, aber im Detail auch ungemein fein gesponnene, das Innen auslotende Klanggemälde. Darin schwebt Yorkes eigentümliche Stimme, die so irrsinnig melancholisch, sehnsüchtig und genauso schillernd wie versunken ist wie damals, 1997.

Tim Gorbauch
Radiohead: A Moon Sharped Pool

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