Wozu denn Nacht und Sang? Der Komponist Bernhard Sekles

Der Komponist Bernhard Sekles war 1923 als Interimsdirektor des renommierten Dr. Hoch‘schen Konservatoriums ernannt worden, nachdem es zwischen Kuratorium und der Stadt Frankfurt ziemlich rüde um Zuschüsse und eine eventuelle Umwandlung der Stiftung in eine staatliche Musikschule gegangen war. Immerhin blieb Sekles als einflussreicher Musiker noch bis 1933 (jüdische und ausländische Lehrkräfte mussten das Haus verlassen). Während seiner Zeit wurde eine Opernschule eröffnet, der bedeutende ungarische Komponist Matyas Seiber gründete eine Jazz-Klasse, unter den namhaften Schülern von Sekles war Paul Hindemith. Eine überaus produktive Zeit also, trotz aller Widrigkeiten.
Die Romanfabrik bringt diese Zeit in der Reihe »Bernhard Sekles und seine Schüler«
in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Frankfurt mit einem Streifzug durch das Liedschaffen von Sekles in Erinnerung. Hans Christoph Begemann (Bariton) und Hilko Dumno (Klavier) stellen vergessene Texte aus osteuropäischer, orientalischer und chinesischer Volkspoesie vor, in Vertonungen des unbedingt wieder zu entdeckenden Meisters. Und das in einem Mittagskonzert – für nur 8,- € absolut vegane, geistige Nahrung und als lohnende Ergänzung zum Konzert am 23.10. (s.o.)!

Bernd Havenstein
(Foto: Bernhard Sekles
© Dr. Hoch‘schen Konservatorium)
Termin: 30.10., 12.30 Uhr, Historisches Museum
(kein Vorverkauf, einfach hingehen)

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