Livestreams und kein Ende

Das kaum mehr nachvollziehbare Auf und Ab der Politik lässt noch immer keine Chance auf öffentliche Konzerte – so müssen Musikliebhaber*innen weiterhin auf Streaming-Dienste ausweichen, wenn ihr Gehör nicht gänzlich entwöhnt werden möchte. Und: weil vieles erst kurzfristig publiziert wird, sollte man/frau häufiger auf die jeweiligen Homepages schauen, um nichts Wesentliches zu verpassen. Ein paar Ideen:

 

So empfiehlt es sich auch für die Oper Frankfurt, immer wieder einen Blick auf die Homepage zu werfen, da die vielen Streamings oft erst kurzfristig ins Netz gestellt werden. Meist freitags bzw. samstags gibt es wechselnde kleine Konzerte, Liederabende, Workshops. Für einige dieser Events ist sogar vorherige Anmeldung erforderlich, da die Teilnahme gelegentlich begrenzt ist. Andere, wie die »Oper to go«, sind frei auf Youtube nachzuerleben.
Für Ende April und Mai sind (wieder einmal) leibhaftige Wiederaufnahmen bzw. Premieren avisiert. Beispielsweise die Kombination der Opera buffa »Der Zar läßt sich fotografieren« von Kurt Weill mit »Die Kluge« von Carl Orff. »Orlando« von Georg Friedrich Händel und der »Siegfried« von Richard Wagner. Wir drücken die Daumen!
https://oper-frankfurt.de/de/mediathek und https://oper-frankfurt.de/de/spielplan

 

Das hr-Sinfonieorchester geht ähnliche Wege und stellt alle bisher realisierten »Geisterkonzerte« zum Nachhören ins Netz, sollte der eine oder andere Livestream verpasst worden sein. So gibt es auf diese Weise durchaus Raritäten nachzuerleben wie eine Sinfonie des vergessenen Klassikers Josef Martin Kraus, eine Komposition des Finnen Jukka Tiensuu (Konzert für Sheng – wer kennt denn so was? – und Orchester), oder »Voice of the Ocean«, ein Werk für Orgel und Orchester des lettischen Komponisten Eriks Esenvalds mit der phänomenalen Iveta Apkalna an der Orgel des Funkhauses.
Auch für diese oft erst kurzfristig anberaumten Konzerte empfiehlt sich der Blick auf die Webseite des hr: https://www.hr-sinfonieorchester.de/media/videos/index.html

 

Auch lohnt mal ein (virtueller Ausflug) ins Söderland: der Sender Bayern4-Klassik produziert von Zeit zu Zeit sehr reizvolle Komponistenporträts als Geisterkonzerte, die danach in Netz gestellt werden. Eine sehr gelungene, einstündige Präsentation ist die Hommage an den musikalischen Schmerzensmann Franz Schubert mit dem Münchner Rundfunkorchester, dem Bariton Benjamin Appl und dem bekannten Tatort-Kommissar Udo Wachtveitl, der als kundiger Moderator Texte und Geschichte zum Leben des Komponisten beiträgt.
https://www.br.de/mediathek

Bernd Havenstein (Foto: hr-Sinfonieorchester, © Ben Knabe)

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