Ist das wichtig? Michelle Elie im Museum Angewandte Kunst

Noch bevor ich die Ausstellungsräume betrete, hadere ich mit den Begrifflichkeiten. Das ist vielleicht falsch, aber es ist so. Michelle Elie, die in den Werbe- und Pressetexten zur Ausstellung stets als Stilikone und Influencerin eingeführt wird und stets auch als Haitianerin, hat Kleidung der Japanerin Rei Kawakubo gesammelt, besser...

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Städelmuseum: 200 Jahre Meisterzeichnungen im Blick zurück

Der-die-das Städel – welcher Artikel passt denn nun? Mit allen dreien kann etwas verbunden werden: als erstes wohl »das« auffallende klassizistische Gebäude am Main von 1878 mit seiner groß angelegten Fassade und Auffahrt, umgangssprachliche das Städeleben (Wo ist das Städel? fragen die Touristen) ohnehin DAS Städel genannt, dann »die«...

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Städel Museum spürt in »En Passant« die impressionistische Bildhauerei auf

Balletttänzerinnen und Rennpferde: Auf der Suche nach seinen bevorzugten Sujets wäre ein Edgar Degas (1834–1917) im Frankfurt von heute ziemlich aufgeschmissen. Aber natürlich gibt es erbaulichere Gründe als die Sünden der Stadtpolitik für das Städel Museum, uns die großartigen Skulpturen des französischen Künstlers zu zeigen. Als Glanzstücke der Ausstellung...

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Fotografie Forum Frankfurt: Die Sammlung Donata Pizzi zeigt Bilder von Widerstand und Empfindsamkeit

Stefania, Barbara und Antonella heißen die drei etwa vier bis sieben Jahre alten Mädchen in der Spielzimmer-Mütterpose. Ganz nach der Art der Mama anno 1977 sind sie in Pullis oder Bluse und in knielange Röcke gepackt, die Arme in die Hüften gestemmt, verantwortungsvoll der Blick. Um sie herum: Wiegen...

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Frida und der köstliche Leichnam: Die Fantastischen Frauen in der Kunsthalle Schirn

Die erste Revolution des 20. Jahrhunderts fand nicht in Russland statt sondern in Mexiko – und in fröhlicher Anarchie fälschte die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo ihr Geburtsdatum und legte es in dieses Jahr – 1910. Das ist symptomatisch für die selbstbewusste Stilisierung, mit der die »Fantastischen Frauen« des Surrealismus...

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Städel: Nur noch kurze Zeit »Große Realistik & Große Abstraktion«

Dirty, dirty boulevard: Der erste Blick fällt auf ein vertrautes nächtliches Großstadtmilieu. Ernst Ludwig Kirschners Hochformat »Berliner Straßenszene« aus dem Jahr 1914 führt uns in starkem Kreidestrich die Begegnung zweier Halbweltdamen mit einem Passanten vor Augen. In fahlem Straßenlichter-Gelb der Hintergrund. Kokotten, der zeitgemäße Ausdruck: elegant, groß – auf...

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Archäologisches Museum: »Qanga«, Grönlands Geschichte als Graphic Novel

Nanu, so hieß schon unser fiktiver Begleiter durch die Eiszeit im Museum Wiesbaden vor exakt einem Jahr (Strandgut 12/2018), jetzt folgen wir im Archäologischen Museum Frankfurt seinem Namensvetter in einer Graphic Novel durch Grönland, die größte Insel der Welt. Der neue Nanu ist, auch wenn sein Name für Eisbär...

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Die Ausstellung in den Jakobshallen der Galerie Scheffel in Bad Homburg lädt ein zu einem spannenden Dialog

Kunstliebhaber haben die Möglichkeit, bis zum 18. April 2020 die Skulpturen des 64jährigen spanischen Künstlers Jaume Plensa zu bewundern. Er zählt zu den herausragendsten zeitgenössischen Bildhauern. Seine Skulpturen und Installationen werden in großen Museumsausstellungen der Welt gezeigt. Mehr als 50 dauerhafte Außenraumprojekte stehen auf öffentlichen Plätzen rund um den...

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Frankfurter Kusntverein und das Senckenberg Naturmuseum zeigen »Trees of Life«

Was für ein winziges Fitzelchen Raum nimmt der Mensch im Riesenradius des »Plot«, des evolutionären Lebensbaums von David Mark Hillis ein. Auf dem Boden im Foyer des Frankfurter Kunstvereins findet sich das der genetischen Ordnung folgende kreisrunde Modell des Biologen: ein 2006 erstellter und noch längst nicht kompletter Gegenentwurf...

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Art-Foyer: Barbara Klemm kuratiert »[An-]sichten«

Wunderbar anzuschauen, die Fotografien von Barbara Klemm im U-Bahnhof Bockenheimner Warte. Aufnahmen von Lehrenden und Lernenden in den alten Hörsälen der Universität, auf dem Campus, die es so bald nicht mehr geben wird: schwarz-weiß, großformatig, den Such-blick herausfordern (Wo war das nochmal? Ist das Habermas?), so kennen wir sie....

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