Internationales Trickfilmfestival vom 10. bis 12. September in Wiesbaden

Im vergangenen Jahr ist das Festival dem Lockdown zum Opfer gefallen. Denn die Kosten für eine digitale Ausgabe überstiegen die finanziellen Möglichkeiten der Initiative »Freunde der Filme im Schloss«, die dieses im Rhein-Main-Gebiet einzigartige Wochenende veranstaltet.
In diesem Jahr ist eine Präsenzveranstaltung wieder möglich, wenn auch mit reduziertem Sitzplatzangebot. Das Programm enthält 90 Filme aus 24 Ländern, wobei die deutschen Produktionen mit 15 Titeln vertreten sind, gefolgt von 11 aus dem Vereinigten Königreich, 9 aus Frankreich und weiteren aus Kanada, USA und Japan.
Wie bei dem Thema Trickfilme nicht anders zu erwarten, liegt der Schwerpunkt auf Kurzfilmen. Die vierteilige Auswahl »Best of International Animation« präsentiert hervorragende Kurzfilme des Jahres, auch einige Festivalgewinner, darunter 20 Filme in deutscher Erstaufführung und 46 als Rhein-Main-Premieren. Im Programm »New Generations« laufen Hochschulfilme und Debüts, und dem deutschen Trickfilm ist wieder ein Programm gewidmet. In der traditionellen Sonntagsmatinee »Tricks für Kids« wird der Halbstundenfilm »Die Schnecke und der Buckelwal« (The Snail and the Whale) kindgerecht in der deutschen Fassung gezeigt.
Zwei Langfilme, die noch keine Chance in den deutschen Kinos bekommen haben, sind indes auch politisch hochaktuell: Der japanisch-indonesische 3D-Computer-Trickfilm »True North« (Produktion und Regie: Eiji Han Shimizu) erzählt von einer Familie vor dem Hintergrund eines nordkoreanischen Straflagers, und »Les hirondelles de Kaboul« (Die Schwalben von Kabul) der Regisseurinnen Zabou Breitman und Eléa Gobbé-Mévellec ist die preisgekrönte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Yasmina Khadra über das Schicksal eines jüngen Paares in dem von den Taliban besetzten Kabul von 1998.
Das Publikum darf in den genannten Kurzfilm-Sektionen über den »Best of …«-Preisträger abstimmen. Der diesjährige Preis des Kulturamts der Landeshauptstadt Wiesbaden geht an den Londoner Illustrator und Animator Steve Cutts (geb. 1995).
Sämtliche Vorstellungen finden im Schloss Biebrich am Rhein, Ostflügel statt. Der Eingang befindet sich auf der Parkseite. Im Hinblick auf die beschränkte Anzahl der Sitzplätze unter den aktuellen Corona-Bedingungen empfiehlt sich eine Vorbestellung.

cw (Foto: Die Schwalben von Kabul, © Celluloid-Dreams)

Info: www.filme-im-schloss.de

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