In der Kleinmarkthalle Frankfurt: Auf der Suche nach dem ultimativen Käsekuchen

Von der U-Bahn-Station »Konstablerwache« gelangt man schnell zum Eingang Hasengasse der Kleinmarkthalle Frankfurt. Wir laufen jedoch von der U-Bahn-Station »Hauptwache« über den Liebfrauenberg bis zum Haupteingang mit Blick auf das Moderne Museum. In der Halle, direkt links der erste Stand ist Kuchenseppels Käsekuchen. Viele kleine Käsekuchen und ein paar große liegen in der Auslage. Man meint, den intensiven Duft von Vanille zu riechen, und wir kaufen kleine Käsekuchen zum Testen.

Claudia Domnik, die Besitzerin, erklärt ihr Konzept: Eigene Herstellung nach ihren Rezepten, eine Komposition aus Magerquark, Frischkäse, Vollmilch, Frischei und Sahne, verfeinert mit feinem Zitronensaft und der echten Madagaskar-Bourbon-Vanille, ummantelt von einer knusprigen Mürbeteighülle. Es gibt Käsekuchen mit Sauerkirschen, mit frischen Äpfeln und Butterstreusel, mit goldenen Weinbeeren, und Käsekuchen mit Mohn. Auf Vorbestellung gibt es noch einen Käsekuchen mit einer Decke aus zartem, handgerührtem Milchkaramell, gesalzenen Erdnuss-Stückchen und einer eigens kreierten Espresso-Schokolade.

Witzig ist der Käse-Kuchen-Notdienst von Kuchenseppel rund um Neu-Isenburg am Wochenende wenn Verwandte oder Freunde sich spontan zu Kaffee und Kuchen anmelden und man keine Zeit hat, selber zu backen.

Wir schleppen die »Beute« heim. Mit einer Kanne Espresso sitzen wir an einem der letzten schönen Herbsttage im Garten und probieren den Käsekuchen pur und die Version mit Mohn. Pur ist der Kuchen hauchzart und lecker, die Füllung zergeht auf der Zunge und der Nachgeschmack nach feiner Vanille und Butterkeks begeistert. Claudia Domnik hat nicht zuviel versprochen. Der zweite Käsekuchen mit seiner luftig feinen Blaumohn-Masse ist der Hit.

Die Markthalle
Schon im vorletzten Jahrhundert wurde die Markthalle als Handelplatz errichtet für den Verkauf von frischen Lebensmitteln aus der Region. Im zweiten Weltkrieg wurde sie von Bomben zerstört. Nach dem Wiederaufbau 1954 hat die Kleinmarkthalle den Charme der letzten Jahrhunderte nur mühsam wieder erlangt. Heute ist sie sehr beliebt.

Es werden frisches Obst und Gemüse, Fleisch und Wurst, frischer Fisch, Bioprodukte, Vegetarisches, Käse, Brot, Backwaren, Süßigkeiten, Gewürze, Hülsenfrüchte, Reis, Wein, Tee, Kaffee, Blumen, Pflanzen, Wild und Geflügel, internationale Spezialitäten sowie Geschenkartikel und Souvenirs, verkauft.

Mit über 70 Parkplätzen, bietet die lichtdurchflutete Halle auf 1500qm Platz für über 60 Händler, die ihre Besucher zu begeistern versuchen. Die Kleinmarkthalle mit ihren intensiven Düften, versprüht bei ihren Besuchern einen Hauch von Urlaubsstimmung und Fröhlichkeit.

Was Hausfrauen/männer und Gourmets aus den vielfältigen Angeboten kochen können, beschreibt das Buch »Die Kleinmarkthalle kocht«. Es präsentiert 150 Rezepte für hessische, aber überwiegend mediterrane Gerichte. Viele davon stammen von den Händlern der Kleinmarkthalle. Das Buch ist ein Rezept- und Bilderbuch. (Eva Wolf: Die Kleinmarkthalle kocht, Nizza Verlag, Frankfurt 2007, 240 Seiten, 120 Abb., 17 × 24 cm, Hardcover, 24,90 €)

Krisenstimmung?
Obwohl die Umsätze aufgrund der Corona-Krise teilweise wegbrechen, halten die Händler in der Kleinmarkthalle hoffnungsvoll durch. Manche profitieren, andere haben Umsatzverluste bis zu 50%.

Auch Claudia Domnik und Ilse Schreiber, bekannt als Fleischwurst Ilse, müssen mit geringeren Umsätzen zurecht kommen. Sie wollen die Miete trotzdem bezahlen. Andere Händler schimpfen auf die Stadt, die sich eine Mietstundung mit 8 Prozent verzinsen lassen wollte, aktuell aber auch 0 % anbietet. Nur, welche Händler davon profitieren können, steht noch nicht fest.

 

Kleinmarkthalle Frankfurt
Hasengasse 5-7
60311 Frankfurt
www.kleinmarkthalle.com/haendler
https://kleinmarkthalle.de

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