Romy Schneider . Paris 1973

Datum/Zeit
Date(s) - 30/05/2020
11:30 - 16:00

Veranstaltungsort
Kai Middendorff Galerie

Kategorien


Im Mai 1973 verbrachte die renommierte Theaterfotografin drei volle Tage mit Romy Schneider in Paris. Hierhin ist die Schauspielerin nach ihrer Trennung von Harry Meyen gerade erst wieder gezogen. Helga Kneidls Fotografien zählen unbestritten zu den besten Aufnahmen von Romy Schneider. Sie bringen uns die zeitlose, makellos schöne Romy nahe. Dabei wahren sie ihr Geheimnis und ihren Mythos. Diese dreitägige Begegnung in Paris darf als Glücksfall bezeichnet werden. Beide Frauen sind sich sofort nahe und vertraut, denn die Schauspielerin und die Fotografin kommen aus der gleichen Welt. Auch Helga Kneidl lebt an der Berliner Schaubühne Tag und Nacht nur für die (darstellende) Kunst. Helga Kneidl ist eben keine Pressefotografin. Sichtet man die Negative, stockt einem förmlich der Atem. Denn es finden sich nicht, wie üblich, Bildreihen, in denen sich die Aufnahmen nur in Nuancen unterscheiden. Selbst von den traumhaftesten Bildern existiert immer nur eine einzige Aufnahme. Und die ist in jeder Hinsicht perfekt. Diese hochkonzentrierte Arbeitsweise kommt von ihrer Theaterfotografie. So belichtet Helga Kneidl lediglich sechs Kleinbildfilme in drei Tagen. Diese Bewusstheit ist in diesen intimen Bildern immer zu spüren. Aus diesem Schatz sind nun mehr als 25, zum Teil noch nie veröffentlichte Aufnahmen erstmals in Frankfurt zu sehen. Helga Kneidl (*1939) war Tänzerin – ausgebildet bei der großen Gret Palucca in Dresden. Als Theaterfotografin wurde sie an der Schaubühne Berlin (mit Peter Stein) und durch ihr jahrelanges Schaffen am Schauspielhaus Hamburg bekannt. All ihre Theateraufnahmen, Porträts samt aller Negative hat das Deutsche Theatermuseum in München erworben. Einzig die Serie mit Romy Schneider hatte Helga Kneidl ausgeklammert.
bis 30. Mai

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