How to Make a Paradise – Sehnsucht und Abhängigkeit in generierten Welten

Datum/Zeit
Date(s) - 01/08/2020
11:00 - 19:00

Veranstaltungsort
Frankfurter Kunstverein

Kategorien


Teilnehmende KünstlerInnen: Tega Brain, Julian Oliver & Bengt Sjölén, Elisabeth Caravella, Kate Crawford & Vladan Joler, Fleuryfontaine, Keiken + George Jasper Stone, Jakob Kudsk Steensen, Lauren Lee McCarthy, Jaakko Pallasvuo, Julien Prévieux

Der Frankfurter Kunstverein hat unter dem Titel »How to Make a Paradise« neun KünstlerInnen und Kollektive eingeladen, ein breites Spektrum künstlerischer Projekte zu präsentieren, die sich mit dem menschlichen Wunsch nach digitalem Eskapismus, sowie dem Drang, unsere Fähigkeiten durch den Einsatz von Technologie zu erweitern, auseinandersetzen. Kuratiert von Mattis Kuhn mit der Unterstützung von Franziska Nori, umfasst die Ausstellung multimediale Installationen, digitale Filme und VR-Experiences.

Paradiese klingen nach Erfüllung und Sehnsucht. Nach Ferne und Schönheit, nach Dasein ohne Mühe. Zu jeder Zeit, an jedem Ort sind digitale Gadgets verfügbar. Sie versprechen uns die Ausweitung der Komfortzone. Und sie entführen uns aus dem Hier und Jetzt. Sie nehmen uns mit in Welten, deren Erscheinungsoberflächen sich unseren Wünschen anpassen lassen. Verspielt, nutzerfreundlich und mit dem Klang sanfter Stimmen helfen sie uns mühelos durch den Alltag.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Anwendungen und Auswirkungen künstlicher Intelligenz. Damit digitale Assistenten auf ein Händeklatschen oder Fingerstreich reagieren, wird der Globus umspannt mit mächtiger Infrastruktur aus Satelliten, unterirdischen Kabeln, Datenbanken und Serverfarmen, die von einer Handvoll globaler Konzerne betrieben werden. Die Leistungen verbrauchen Energie, Rohstoffe und schlechtbezahlte Arbeit, bieten aber den schnellen Zugang zur Erfüllung unserer unmittelbaren Begehren. Künstliche Intelligenz, Robotik und Virtual Reality versprechen eine andere, erweiterte Welterfahrung ohne analoge Last, technisch optimierte Lösungen scheinbar ohne menschliche Fehler.

Ein zweiter Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem individuellen Erleben in virtuellen Welten.

27.03.2020 — 16.08.2020

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