Theatertouren: Vom Reiz, in Frankfurt zu leben

Die Zeitungen stehen voll von städtischen Streichorgien in der Kulturpolitik. Um wen und was konkret es dabei eigentlich geht, das wissen die wenigsten – allen voran in der Politik. Mit ihrem Touren-Projekt »Frankfurt – DIE THEATERSTADT« rückt die Frankfurter Theaterallianz nachvollziehbar unbescheiden endlich einmal die erstaunliche Vielfalt des städtischen Angebots ins Licht, das qualitativ und quantitativ keinen Vergleich zu scheuen braucht in Deutschland und viel zum Reiz, in Frankfurt zu leben, beiträgt.

Auf sieben Nachmittagstouren jeweils am Wochenende geben vom 12. April sukzessive 28 Bühnen den Blick hinter die Kulissen frei. Vom Frankfurter Autorentheater in Hausen bis zum Neuen Theater Höchst, von der Oper Frankfurt bis zu Schmiere und Kellertheater reicht das Spektrum. Jeweils bis zu 25 Teilnehmer pro Tour erfahren von den künstlerischen Intentionen der Theatermacher und wie sie diese umsetzen, erleben Proben, Technik, Maskenbildner, Schauspieler hautnah.

Den Auftakt am 12. April macht die »Nordost-Passage«, die von Michi Herls Stalburgtheater im Nordend über das Willy-Praml-Theater zum Künstlerhaus Mousonturm führt und die doch ordentliche Spazierstrecke zwischen Braubach- und Waldschmidtstraße mit einem die Augen öffnenden Audioprogramm überbrückt. Am 19. Führer die Route »Frankfurts Wilder Westen – von der Avantgarde bis zum Varieté« von Linus Königs Landungsbrücken im Gutleutviertel über das Gallustheater in den Adlerwerken bis zur Höchster Kleinkunstbühne. Per Bus, versteht sich. Und am 27. April kombiniert »Kontraste« die Städtischen Bühnen mit der Straßentheater-Kommune Antagon in Fechenheim. Die vier folgenden Termine stellen wir in unserer Mai-Ausgabe vor. 9,80 Euro kostet die Teilnahme. Informationen über Treffpunkte und Anmeldung unter www.theaterallianz.de.

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