Frankfurt liest Kracauer

Siegfried Kracauer: GinsterAuf dem großen Lesefest »Frankfurt liest ein Buch«, das vom 15. bis 28. April zum 4. Mal in Frankfurt stattfindet, lesen Bürgerinnen und Bürger zwei Wochen lang an verschiedenen Orten aus Siegfried Kracauers Roman »Ginster«.

Der Roman ist das Porträt eines Mannes, dessen Haltung zur Welt und ihren Widersprüchen oft mit Chaplin und Keaton verglichen worden ist. Ginster ist 25 und Architekt in Frankfurt als der Erste Weltkrieg ausbricht. Der patriotischen Begeisterung seiner Zeitgenossen steht er skeptisch gegenüber, und er verwendet einige Mühe darauf, sich immer wieder vom Kriegsdienst zurückstellen zu lassen, was ihm letztendlich aber nicht gelingt.

Das Lesefest wird am 15. April um 19.30 Uhr in der Deutschen Nationalbibliothek von Prof. Dr. Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main, eröffnet. An diesem Abend lesen u.a. Michael Benthin (Schauspieler), Marcel Beyer (Schriftsteller), Peter Lückemeier (Ressortleiter Rhein-Main, FAZ), Andreas Maier (Schriftsteller), Margit Neubauer (Oper Frankfurt) und Michael Quast (Schauspieler).

Ausgewählte Highlights

Unter dem Titel »Wir haben unseren literarischen Chaplin« liest Michael Quast am 16. April um 19.30 Uhr in der Rödelheimer Stadtteilbibliothek, über das »Revolutionsgeschehen und die politisch-sozialen Folgen in Frankfurt« referiert am 23. April um 19.30 Uhr Dr. Barbara Bromberger in der NordWestStadtBibliothek und am 25. April stellt Peter Lerchbaumer im Café Größenwahn in der Mitternachtslesung den Briefwechsel Kracauers mit Adorno und den Roman »Georg« vor.

Das ausführliche Programm gibt’s unter http://www.frankfurt-liest-ein-buch.de

jmg

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