Die Burgfestspiele Bad Vilbel locken mit Romeo & Julia, Hair, Charleys Tante, Im Weißen Rössl und Aschenputtel

Burgfestspiele Bad Vilbel 2013: HairHaarige Angelegenheiten

Ein Schauspielklassiker, eine Komödie, ein Musical und ein Stück von Shakespeare: aus diesen Zutaten besteht übern Daumen das Erfolgsrezept für die Burgfestspiele Bad Vilbel. Der Mix stimmt zwar meist nur ungefähr, aber geschmeckt hat er dem Publikum noch immer. 150 Vorstellungen von Mai bis September für Vatermutterkind, inklusive Lesungen und Konzerte und mehr als 70.000 Besucher jährlich sprechen Bände.

Vorderhand ist kein Grund zu erkennen, dass das in diesem Jahr anders sein könnte. Die Preise bleiben günstig, es gibt kein Supersport-event im Fernsehen, selbst das Wetter haben die Veranstalter im Griff, weil Open Air in Bad Vilbel nicht heißt, dass es kein Dach überm Kopf gäbe. Die meisten Gäste sitzen im Trockenen und der Großteil des Schauspiels steht dort auch.

Und im Programm kommt mit »Romeo und Julia« das Shakespeare-Oberlieblingsstück aller auf die Bühne der Wasserburg. Nicht so bedeutungsschwanger wie Hamlet, nicht so verschwurbelt wie der Sommernachtstraum, sondern mit Actionszenen, Stunts, mit Herz und Hass, mit Leidenschaft und ein wenig Gift. Dass Eva-Maria Kapser, die im Vorjahr als Diddo nicht nur des Teufels General zu reizen wusste, die Julia gibt, könnte so manchen dazu bringen, sich den Klassiker mehrmals anzuschauen. Wer für Männerreize empfänglich ist, sollte beim Blick auf die Homepage des Bad Vilbeler Romeos Till Frühwald auf durchaus vergleichbare Gedanken kommen. Aber darum geht es ja nicht … – nur: mit Ina Anett Keppel gibt eine Regisseurin ihr Vilbel-Debüt, die auch regelmäßig am Staatstheater Darmstadt inszeniert.

Apropos Till Frühwald. Der Beaux wird sich hoch prominent in der Klamottenposse »Charlys Tante« von einer weiteren seiner Schokoladenseiten zeigen. Er spielt die Peter-Alexander-Rolle des Fancourt Baker. Eva Maria Kapser dagegen fällt als Anny in diesem Stück von Thomas Brandon nur eine Nebenrolle zu – wie allen anderen Frauen. Adelheid Müller führt die Regie. Neben dem vierten Schwergewicht im Programm, »Im Weißen Rössl«, stehen für die Familie schon seit Mai Rossinis Kinderoper »Aschenputtel« und das Kindermusical »Das Dschungelbuch« auf dem Spielplan, für die Late-Nite-Spezis leistet »Alice im Wunderland« nun neu dem »Shock Headed Peter« sowie der »Geyerwally« Gesellschaft – allesamt von Anne Simmerling im Theaterkeller jeweils ab 23 Uhr aufgeführt.

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Karten gibt es zu allen Vorstellungen unter www.kultur-bad-vilbel.de

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