40-Sorten-Kreppel-Buffet

Der Geheimtipp im Odenwald: Nach der Winterpause starten am Faschingsdienstag Peter und Carola Merkel im Odenwälder Landgasthaus »Dornröschen« mit einem Kreppel-Buffet mit sagenhafter Auswahl von mehr als 40 Kreppel-Sorten in die neue Saison.

Carola Merkel ist Konditorin und für die süßen Verführungen aus der Dornröschen-Backstube und Patisserie zuständig. Das Faschings-Buffet ist mit unglaublichen 40 verschiedenen Sorten Kreppeln von süß bis pikant bestückt. Dafür wird drei Tage und drei Nächte durchgebacken. Die Faschingskreppel gibt es traditionell mit Marmelade oder Apfelweincreme gefüllt, glaciert oder in Zucker gewälzt, lustig verziert, als Kalorienbombe mit Sahne und Früchten, mit Nougatcreme oder mit Eierlikör gefüllt, als Brezeln geformt aber auch pikant mit deftiger Wurst oder in Parmesankäse gewälzt zum Beispiel.

Nach dem Fasching geht es dann mit saisonalen und regionalen Kreationen aus Peter Merkels Küche weiter: Lamm-, Kartoffel-, Honig- und Rosenwochen, Kräuter, Forellen und im Herbst natürlich alles mit Apfel und vom Wild, im Winter dann Fondue, Gänsebraten & Co – gute, saisonale Küche mit regionalen Lebensmittel hat im Dornröschen Tradition. Denn nach Lehr- und Wanderjahren in namhaften Restaurants und Hotels von München bis Flims Laax in der Schweiz und als ehemaliges Mitglied des Darmstädter Kochkunstteams ist es seit Jahren das Anliegen von Peter Merkel, die bürgerliche Küche mit regionalen Produkten aus dem Odenwald zu beleben.

Entsprechend lädt die bunte und informativ gestaltete Speisekarte zu einen Apfelrätsel ein, listet alle Lieferanten, erklärt Herkunft und Zubereitung der Gerichte und ist der Wegweiser für eine kulinarische Exkursion durch die Heimat. Die Karte offeriert mal bodenständige, mal kreative Kreationen wie Fischer trifft Imker (Odenwälder Forelle meets Odenwälder Honig) bis Kochkäse-Schnitzel, Bratwurst von der Wildsau und Bratenvariationen nach Hausfrauen Art beispielsweise. Zum süßen Finale ist eines von Carola Merkels verführerischen Desserts zwar WeightWatchers’ Nightmare, aber so köstlich. Wie die Odenwälder Apfelschaumweintorte Charlotte – ein Traum aus feinem Bisquit mit zarter Apfelschaumweincreme zum Beispiel. Oder man nimmt noch ein Tütchen von den saisonal wechselnden Trüffeln und Pralinen mit, die, liebevoll verpackt, auf dem großen Geschenktisch in der gemütlich-rustikalen Gaststube präsentiert werden. Durch deren große Panorama-Fenster bieten sich schöne Ausblicke ins lauschige Tal. Bei gutem Wetter kann man auf der Apfelweinterrasse verweilen.

Und welcher Koch und Gastgeber darf schon von sich sagen, Professor h.c. der Pommologie zu sein? Peter Merkel wurde anlässlich der zehnten Annelsbacher Apfeltage vom damaligen Landrat Horst Schnur mit einem Augenzwinkern für seine Verdienste um das regionale Produkt Apfel zum »Apfelprofessor ehrenhalber« habilitiert. Familiär vorbelastet, widmet sich Peter Merkel schon von Kindesbeinen an dem Apfel. Schöner von Nordhausen, Dülmener Rosenapfel, Goldrenette von Blenheim – der Rohstoff für die sortenreine (Lagen-)Apfelweine sowie den Apfel-Zider, eine Art Apfel-Sherry, Peter Merkels wachsen im Umkreis von 500 Metern rund um sein traditionsreiches Odenwald-Gasthaus »Dornröschen« in Lagen mit klangvollen Namen wie Kronengraben oder Item. Kostproben von Merkels Apfelweinen kann man sich zu jedem Gericht bestellen, oder man nimmt an einer Kellerführung und Apfelweinverkostung in der benachbarten Kelterei mit Apfelweinkeller teil.

Ingrid Schick
Odenwald-Gasthaus und Land-gut-Hotel Dornröschen
Annelsbacher Tal 43, 64739 Höchst-Annelsbach, T 061 63 / 24 84, Öffnungszeiten: Februar bis August täglich außer Dienstag von 9-22 Uhr, warme Küche
12-14 und 18-21 Uhr, Vesper den ganzen Tag, Kaffee und Kuchen ab 14 Uhr. Ruhetage Oktober bis November: Di + Do, Reservierung empfohlen!

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